Mensch oder Maschine – Wer setzt sich in der Arbeitswelt durch?

Zukunft

Mensch oder Maschine. In Salzburger Nachrichten – Karriere, von Sarah Fixl.

Mensch oder Maschine - X SIEBEN

Fotoquelle: Pixabay

 

Wer wird in der Berufswelt der Zukunft den Ton angeben – Mensch oder Maschine?

 

Welche Rahmenbedingungen werden Einfluss auf das künftige Arbeiten haben? Was heißt das für Lebensqualität und Gesundheit? Und wie sollte die Politik mit den dazugehörigen Bedingungen umgehen?

 

 

Fragen über Fragen, denen sich ein Team von Autoren im neuen Sammelband „Die Arbeitswelt im Wandel! Der Mensch im Mittelpunkt?“ widmet. Beleuchtet wird die (mögliche) Zukunft der Berufswelt aus der Sicht der sozial- und humanwissenschaftlichen Zukunftsforschung, der Psychologie sowie der Volkswirtschaftslehre.

 

Die Arbeitswelt im digitalen Wandel

 

Natürlich steht in dem Zusammenhang auch die viel diskutierte und gern verteufelte Digitalisierung zur Debatte. Geht mit dem digitalen Wandel die Herrschaft der Maschinen einher? Wie bedenklich ist diese Art des Wandels?

„Wahrscheinlich sind mit der Digitalisierung aller Lebensbereiche, auch des Arbeitslebens, mehr Chancen als Gefahren verbunden“, sagt Reinhold Popp, Leiter des Institute for Futures Research in Human Science an der Sigmund Freud Privatuniversität Wien. Der Salzburger Zukunftsforscher bietet im ersten Kapitel namens „Menschen – Maschinen – Märkte. Sieben zuversichtliche Zukunftsdiskurse zum Wandel der Arbeitswelt“ einen recht positiven Zugang zur Thematik.

 

Menschen stehen nach wie vor im Mittelpunkt

 

Sein Tenor: „Auch in der zukünftigen Arbeitswelt müssen die Menschen, nicht die Maschinen, im Mittelpunkt stehen.“ Um unkritischen „Alles-wird-gut-Optimismus“ handelt es sich hierbei allerdings nicht: „Es empfiehlt sich eine kritisch-differenzierte, wissenschaftlich fundierte und interdisziplinäre Analyse möglicher Technikfolgen“, erklärt der Autor.

Dazu gehört zum Beispiel der selbstverständliche Einsatz von Robotern bei schweren, monotonen und gefährlichen Arbeiten – dieser wird auch im Futurum zu noch produktiverer, sicherer und ressourcenschonender Arbeit führen. Und für die Zukunft der Digitalisierung ist nach wie vor der Mensch zuständig: „Digitalisierte Maschinen werden technisch immer besser und immer wichtiger, bleiben jedoch Werkzeuge der Menschen.“ Was heißt das für die Gesellschaft? “

Es braucht mehr Ingenieure mit gesellschaftlichem Weitblick, mehr Interesse für Technik bei den Nichttechnikern sowie mehr Politikberatung und öffentliche Diskussionen im Bereich der Technikbewertung“, betont der Forscher.

 

Wie verändert sich die Arbeitswelt für Manager?

 

Wie wird die Lage in Sachen Management ausschauen – was macht zukunftsfähige Führung aus? Gern ist die Rede von flachen Hierarchien, offenen Netzwerkstrukturen, Förderung der Eigeninitiative der Mitarbeiter und vielem mehr. „Die Realität sieht jedoch gegenwärtig allzu oft anders aus“, sagt Popp:

„Viele Führungskräfte handeln noch in der Logik längst überholter Führungskonzepte.“ Für die künftige Arbeitswelt gilt: Starre Strategien und Hierarchien passen in innovativen Unternehmen nicht mehr zur Flexibilität des Tagesgeschäfts. Wird sich das Verhalten der Managementetage verändern? Ein Drittel der Österreicher kann sich positive Entwicklungen vorstellen.

„Um das Vertrauen in die Entscheidungsträger zu erhöhen, wäre in vielen Unternehmen ein Paradigmenwechsel beim Managementverständnis erforderlich“, meint der Zukunftsforscher: „In diesem Sinne müsste das bei Firmenfeiern so gern kommunizierte Motto ,Der Mensch im Mittelpunkt‘ zum selbstverständlich gelebten Prinzip des realen Arbeitsalltags werden.“

 

Die Zukunft der Arbeitswelt ist bunt

 

Ängstlich gestimmte Personen sollten soweit derweil keine großen Anknüpfungspunkte haben. Auch nicht, was das wirtschaftliche Fortbestehen betrifft.

„Weder steht die produzierende Wirtschaft vor dem Aus, noch ist in Ländern wie Deutschland und Österreich eine ausschließlich auf Dienstleistungen reduzierte Arbeitswelt ernsthaft vorstellbar und wünschenswert“, sagt Popp. Fazit: Die Zukunft der Arbeitswelt ist bunt – und nicht schwarz-weiß.

 

Read the full article at: karriere.sn.at

 

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