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Die SMART-Methode hilft, gute Vorsätze durchzusetzen. Unternehmen formulieren und organisieren damit konkrete Ziele.
Gute Ziele sind klare Ziele
Wer Ziele erreichen will, der muss sie sich stecken. Und zwar ganz konkret. Schwammig formulierte Vorgaben hingegen sind kaum zu greifen und deshalb schwer anzusteuern. Doch gerade das erleben viele Menschen immer wieder. Vor allem zum Jahreswechsel mangelt es nicht an guten, aber letztlich nicht erreichten Vorsätzen. Der Klassiker: “Ich will abnehmen.” Dieses Vorhaben ist zwar sinnvoll, wird aber schnell aus den Augen verloren.
In diesem Fall ist es besser, sich auf einen bestimmten Gewichtsverlust zu fokussieren. “Fünf Kilo weniger in fünf Monaten mit täglich einer Stunde Joggen” – das ist ein klarer Plan, an dem sich Figurbewusste orientieren können. Auch berufliche beziehungsweise unternehmerische Ziele lassen sich auf diese Weise leichter (nach)verfolgen.
Pläne mit der SMART-Methode umsetzen
Dafür gibt es sogar eine Art Bedienungsanleitung: die SMART-Methode. Richtig angewendet arbeitet sie wie ein Kompass und hilft, Kurs zu halten. Dafür stellt sie folgende Anforderungen an die Umsetzung von Projekten:
- S wie spezifisch: Das Vorhaben sollte kurz sowie klipp und klar formuliert sein. Mehrdeutigkeit hingegen lässt unerwünschten Spielraum für Interpretationen und gegebenenfalls Ausflüchte.
- M wie messbar: Hier geht es um Kriterien, an denen sich der aktuelle Fortschritt zeigt. Im Idealfall sind das unbestechliche Zahlen oder Werte. Wichtig ist, unverrückbare Meilensteine zu benennen, an denen der Fortschritt deutlich wird.
- A wie akzeptabel: Das Ziel sollte positiv wirken, weil es sich dann leichter vermitteln und ein Team motivieren lässt. Nur dann hat es Aussicht auf Erfolg.
- R wie realistisch: Natürlich hat es keinen Sinn, überzogene Vorgaben zu machen oder unerreichbare Etappenziele anzugehen. Andererseits sollte der Plan herausfordernd genug sein, um den Ehrgeiz zu wecken.
- T wie terminiert: Hier geht es um eine Zeitspanne, innerhalb der das Ziel geschafft sein soll. Auch sie muss im erfüllbaren Rahmen bleiben.
So funktioniert die SMART-Methode
Viele Unternehmensziele sind zwar schnell und prägnant beschrieben, tatsächlich aber sehr komplex. Das wird zum Beispiel deutlich, wenn der Plan lautet: “Wir wollen zwei Millionen Euro mehr Umsatz im nächsten Jahr machen.” Auf den ersten Blick wirkt das Vorhaben sehr konkret. Zwei Millionen Euro sind ein eindeutiger Wert und das nächste Jahr ist eine klar terminierte Frist. Doch so einfach ist das nicht.
Um das Ziel seriös zu erreichen, sind mehrere parallele Maßnahmen erforderlich. Deshalb ist es sinnvoll, sie jeweils in Etappen zu gliedern, etwa abteilungsweise. So bekommt das Marketing das Ziel, den Kundenstamm um einen festgelegten Umfang zu erweitern. Die Personalabteilung muss das Team mit einer konkreten Anzahl von neuen Kollegen aufstocken. Forschung & Entwicklung soll die Qualität eines Produkts anhand eines gewissen Maßstabs verbessern. Doch Vorsicht: Die Aufgaben dürfen nicht zu kleinteilig werden, sonst geht schnell der Überblick verloren.
Führungskräfte legen die Ziele fest
Ziele sind also besser zu erreichen, wenn sie SMART sind. Dafür sorgen die Führungskräfte. Sie müssen sie allerdings nicht nur festlegen und formulieren, sondern auch sinnvoll vermitteln. Deshalb sollten die betroffenen Teams umfassend in die jeweiligen Projekte eingeweiht werden – falls sie nicht schon sinnvollerweise seit der Konzeptphase daran beteiligt waren.
Außerdem müssen die verantwortlichen Leiter den Fortschritt der jeweiligen Projekte verfolgen und kontrollieren. Ansonsten kann der Fokus verloren gehen und das gemeinsame Hauptziel wird verfehlt.
Checkliste: SMART-Methode
- Führungskräfte identifizieren Ziele.
- Die Projekte müssen spezifisch, messbar, akzeptabel, realistisch und terminiert gestaltet werden.
- Die Ziele dürfen weder zu komplex noch zu kleinteilig sein.
- Der Erfolg muss stets kontrolliert werden.