Bewerbung: 6 Eigenschaften, auf die es im Job zukünftig ankommt

Karriere

Bewerbung & Eigenschaften. In FOCUS MONEY Online, von Bernd Slaghuis.

Bewerbung & Eigenschaften - X SIEBEN

Fotoquelle: Pixabay

Fachwissen wird immer unwichtiger für den beruflichen Erfolg. Wer sich flexibel und schnell auf neue Situationen sowie Menschen einstellen kann, ist im Vorteil.

Diese sechs Soft Skills können Sie gezielt trainieren, um für die Arbeitswelt von morgen gut gerüstet zu sein.

1. Aktives Zuhören

Hören Sie genau hin, was andere Menschen in Ihrer Umgebung zu sagen haben. Fokussieren Sie sich im Gespräch mit dem Chef, den Kollegen oder Ihrem Partner bewusst darauf. Interessieren Sie sich für andere Meinungen und stellen Sie Ihre eigenen Ansichten auch einmal hinten an. Hören Sie nicht nur auf die Inhalte, sondern beobachten Sie auch die Körperhaltung, Gestik und Mimik Ihres Gegenübers.

Mein Tipp: Stellen Sie sich vor, Sie müssten das Gesagte zu Beginn Ihrer Antwort wiederholen (nur vorstellen, sonst wird das Gespräch ziemlich albern). Sagen Sie erst dann, was Ihnen als Antwort wichtig ist. Aktives Zuhören ist anstrengend, doch Sie werden überrascht sein, wie sehr die gemeinsame Kommunikation hiervon profitiert.

2. Empathie

Nerven mal wieder Chef oder Kollegen, dann versetzen Sie sich in ihre Lage und fragen Sie sich, warum es ihm oder ihr in diesem Moment wichtig ist, sich so und nicht anders zu verhalten. Verurteilen Sie beobachtetes Verhalten nicht vorschnell, nur weil Sie etwas anders machen würden oder sogar glauben, es besser zu wissen.

Lernen Sie die Menschen in Ihrer Umgebung mit ihren Motiven, Bedürfnissen und Perspektiven so besser kennen. Es geht nicht darum, jegliches Verhalten akribisch zu durchleuchten, sondern es geht um Ihr eigenes Bewusstsein, dass andere einen anderen Blick auf einen Sachverhalt haben können und es nicht immer Ihr Richtig oder Falsch gibt. Fahren Sie Ihre Emotions-Antennen aus und nehmen Sie die zwischenmenschlichen Schwingungen wahr. Denn am Ende von Kommunikation steht immer ein Gefühl.

3. Wertschätzung

Nein, keine Sorge, Sie sollen nicht plump alles und jeden loben. Achten Sie einmal ganz bewusst darauf, nicht nur Probleme zu suchen und andere zu kritisieren, sondern auch Fortschritte, gute Ideen und Erfolge zu sehen. Erkennen Sie Gutes, auf das Sie selbst stolz sind und sprechen Sie aus, was Ihnen bei anderen positiv auffällt.

Achten Sie darauf, wie Ihnen Wertschätzung und Anerkennung in Ihren unterschiedlichen Rollen im Beruf und im Privatleben gelingt. In welchen Situationen oder bei welchen Personen fällt es Ihnen leicht, wann schwerer – und woran könnte dies liegen? Von wem hätten Sie sich mehr Wertschätzung gewünscht und was können Sie selbst hierfür tun? Seien Sie gespannt, wie sich Ihr Leben und die Zusammenarbeit im Team durch diese Übung verändern.

4. Flexibilität

Wir lieben Routinen. Täglich dasselbe Frühstück, der immer gleiche Weg zur Arbeit, das gemeinsame Mittagessen um Punkt 12. Trainieren Sie Flexibilität, indem Sie bewusst Routinen unterbrechen. Nehmen Sie einen anderen Weg zur Arbeit oder wechseln sogar das Verkehrsmittel. Gehen Sie mit anderen Kollegen Mittag essen. Schreiben Sie nicht wie gewohnt die Antwortmail, sondern greifen Sie zum Telefon oder gehen Sie zu Ihrem Kollegen persönlich ins Büro.

Jede noch so kleine Abweichung von lieb gewonnenen Routinen erzeugt Unsicherheit und manchmal auch Angst. Das ist normal. Doch was soll geschehen, wenn Sie Ihre Mittagspause einmal anders verbringen oder mit dem Bus statt mit dem Auto fahren? Sie entscheiden bei dieser Übung, wie weit Sie Ihre Komfortzone verlassen möchten. Sie werden schnell erkennen, welche Leichtigkeit mehr Flexibilität Ihrem Leben schenken kann.

5. Teamwork

In der Arbeitswelt von morgen wird es immer mehr darum gehen, als Team gemeinsam erfolgreich zu sein, individuelle Stärken sinnvoll einzusetzen und kreativ Neues zu erschaffen. Wie leicht können Sie sich auf andere Menschen einlassen, mit ihnen zusammen neue Ideen verfolgen und gemeinsam an kreativen Lösungen arbeiten?

Achten Sie bewusst darauf, wie Sie welche Ihrer Stärken noch besser in Ihr Team oder in Projektgruppen einbringen können. Bieten Sie aktiv Ihre Unterstützung an, wenn Sie es für die gemeinsamen Ziele hilfreich halten – jedoch ohne sich selbst dabei zu vergessen. Und: Wissen Sie eigentlich, wofür Ihre Kollegen Sie schätzen? Falls nicht, fragen Sie sie doch mal.

6. Selbstverantwortung

Werden Sie selbst zum Chef Ihres Lebens. Übernehmen Sie die volle Verantwortung für Ihr Handeln. Entscheiden Sie sich aktiv und ganz bewusst für das, was Ihnen in einem bestimmten Moment wichtig ist. Achten Sie darauf, in welchen Situationen Sie im Job und auch im Privatleben am liebsten die Verantwortung abgeben würden und fragen Sie sich, ob es gut und richtig ist, dies zu tun.

Sie werden feststellen, wie häufig Sie sich aus Gewohnheit nicht für etwas verantwortlich fühlen, obwohl Sie es doch eigentlich sind. Oftmals immer genau dann, wenn Sie etwas wie „Man müsste mal …“ sagen oder jammern. Wenn Sie es bemerken, dann werden Sie nicht zum Opfer der üblen Umstände, sondern finden Sie heraus, was die Situation mit Ihnen zu tun hat und wie Sie selbst hierfür die Verantwortung übernehmen können.

Als (neuer) Chef Ihres Lebens haben Sie vielleicht noch weitere Ideen, wie Sie täglich und ganz nebenbei an Ihren sozialen Kompetenzen arbeiten können, um sich nicht nur besser mit Ihrem Chef und den Kollegen zu verstehen, sondern für die Arbeitswelt von morgen gut gerüstet zu sein.

 

Wie ist Eure Erfahrung / Meinung dazu? Wir freuen uns auf die Kommentare!

 

Hier geht’s zum kompletten Artikel: www.focus.de

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