„Die Grundregeln der Arbeit: radikal anders“

Zukunft

Arbeit anders. In Kurier. at, von Ali Mahlodji.

Arbeit anders - X SIEBEN

Fotoquelle: Pixabay

Gastkommentar von whatchado-Co-Founder, Trendforscher und EU-Jugenbotschafter Ali Mahlodji

 

Macher haben ausgedient

E-Mails um 22.00 Uhr aus dem Eckbüro, der Firmenwagen, die Visitenkarte mit ihren Jobtiteln. Waren vor einer Dekade die Insignien der Macht und die Anforderungen an die „Macher“ klar abgesteckt, verkommen diese immer mehr zu Relikten einer alten Arbeitswelt, auf die unsere Enkelkinder mit Verwunderung zurückblicken werden.

Während früher Freizeitstress als cool angesehen wurde, sind heute Yogastunden, Sabbaticals und die 4-Tage-Woche als Anzeichen einer neuen Lebensform eingezogen.

Wer heute den Kopf darüber schüttelt, dass Mitarbeiter ihre Prioritäten in Richtung Work-Life-Balance und der Suche nach dem Sinn lenken, der hat übersehen, dass sich die Grundregeln der Arbeit radikal verändert haben:

Wo früher Großeltern vom sicheren Arbeitsplatz, gefolgt von der sicheren Pension, schwärmten, findet sich heute ein Arbeitsmarkt, auf dem ein Jobwechsel alle drei bis fünf Jahre Normalität ist und die Rente als attraktives Karriereziel ausgedient hat.

Die Geborgenheit der alten Welt (der lebenslange Arbeitgeber und der Staat) existieren nicht mehr und bringen uns dazu, eine neue Sicherheit zu suchen. Was auf den ersten Blick wie eine hochvolatile Gesellschaftsausprägung aussieht, ist in Wirklichkeit die wohl wichtigste Diskussion unserer Menschheitsgeschichte.

 

Wie wollen wir unsere Lebenszeit nutzen?

Wer heute mit Jugendlichen spricht, erkennt, dass es ihnen nicht mehr um die „Karriere um jeden Preis“ geht, sondern darum, welche Lebensqualität ihnen der Job bringt.

Schon Maslow sagte, dass der Mensch nach Selbstverwirklichung strebt, wenn er die Basisbedürfnisse seines Lebens in den Griff bekommt.

Und genau da sind wir heute als Gesellschaft angekommen: in der besten aller Welten mit dem Wohlstand, von dem die Nachkriegsgenerationen nur träumen konnten.

So gesehen, sollten wir den Selbstverwirklichern applaudieren und uns selbst die Frage stellen, auf welches Leben wir eines Tags zurückblicken möchten.

 

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