1957 geboren, in Reichenau/Rax (NÖ) aufgewachsen, zur Schule gegangen. Die ersten zwanzig Lebensjahre primär mit Fußballspielen (Linksaußen) verbracht. Nebenbei die Schule mit überaus mäßigem Erfolg abgeschlossen und eine Schriftsetzerlehre in Gloggnitz (Buchdruckerei Prager) begonnen.
Zitat: »Drucker brauch ma kan, aber Setzer«. Erste gestalterische Arbeiten waren Partezettel, Vermählungskarten etc., alles im Handsatz. Frühe Beschäftigung mit dem Design-Motto »Less is more«; es standen nur drei Schriften zur Verfügung. Danach stand der beruflichen Weiterbildung meine Abenteuer- und Reiselust entgegen – längere Aufenthalte in Griechenland, UNO-Soldat in Syrien, Kibbutz-Volunteer in Israel.
Nach einigen Jahren Wiedereinstieg in den Beruf, Umschulung zum Fotosetzer und in der Folge Anpassung an alle technischen Veränderungen des Berufsstandes.
Seither Arbeit in diversen Druckereien, Satzstudios, Werbeagenturen, Verlagen. Seit Jänner 2004 selbstständig tätig als Typograf bzw. Buch-Gestalter.
h a n d s at z u n d b u c h d r u c k
In der eigenen PoliphilusPresse erscheinen Texte im Handsatz und Buchdruck.
Bereits realisiert sind:
Adolf Loos, Der Sattlermeister; Rudolf Koch: Vom Stempelschneiden.
An Projekten warten:
Ulrike Längle: Il prete rosso; Der letzte Wille und das Testament von Nicolas Jenson; Johannes Kepler: Vom sechseckigen Schnee; Heinrich von Kleist: Über die allmähliche Verfertigung der Gedanken beim Reden.
t y p o g r a f i s c h e b e i t r ä g e u n d b u c h r e z e n s i o n e n
»Graphische Revue Österreichs«
au s z e i c h n u n g
»Die schönsten Bücher Österreichs 2005«
Sein Selbstverständnis:
Leichtigkeit vermittelt nur, wer sein Handwerk beherrscht. Dazu kann es nicht schaden, wenn man es gelernt hat. Meine Schriftsetzerlehre im traditionellen Bleisatz war ein gutes Fundament und ich greife noch heute auf einst gelerntes – später verstandenes – zurück. Nicht, indem ich alten Zeiten nachtrauere, sondern versuche, Tradition nicht als Anbetung der Asche, sondern Weitergabe des Feuers zu verstehen. Qualität ergibt sich nicht zufällig. Sie wird möglich durch Ausbildung und Erfahrung, Freude am Tun, kompromisslose Ansprüche an die Qualität der verwendeten Materialien. Bezüglich Schrift: wichtigstes Werkzeug und größte Leidenschaft. Leidenschaft ist für gute Arbeit unerlässlich.
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